Letzte Aktualisierung: 14.09.2006
Mount Talang, ein 2.600 m hoher Vulkan in Kota Anau, Solok, West-Sumatra, zeigt verstärkte Anzeichen einer bevorstehenden Eruption. Die indonesischen Behörden haben Vorbereitungen für eine Evakuierung in den Bezirken Lembang Jaya, Danau Kembar und Gunung Talang getroffen. Bei seinem letzten Ausbruch im April 2005 mußten 20.000 Personen evakuiert werden.
Die Bombenanschläge in Bali am 1. Oktober 2005, bei denen mehrere Personen, darunter auch Ausländer, ums Leben kamen, bestätigen in tragischer Weise, dass weitere Anschläge in Indonesien jederzeit und überall (nicht nur auf Bali) möglich sind. Reisende sollten sich dieser Gefahr bewusst und besonders aufmerksam sein sowie Vorsicht walten lassen.
Informationen zur Vogelgrippe
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen. (seit 06.02.2006)
Die Gefahr terroristischer Anschläge gegen westliche Einrichtungen bzw. Orte und Menschenansammlungen, die symbolisch für westlichen Einfuß und westliche Interessen stehen, wie z.B. internationale Hotels, Einkaufszentren, Diskotheken, Flugplätze, christliche Kirchen etc. bleibt bis auf weiteres hoch aktuell. Jüngste Warnungen durch Australien, Neuseeland und Großbritannien unterstreichen diese Einschätzung. Insbesondere gilt dies für großstädtische Bereiche, wie Jakarta, Bandung, Medan, Makassar und Surabaya. Traditionell besteht - wegen der Symbolhaftigkeit - während der Feiertage um Weihnachten und Neujahr eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Anschlägen.
Waren in der Vergangenheit Terroranschläge in Indonesien zumeist Auswüchse lokaler ethnischer, sozialer, religiöser oder politischer Konflikte, so hatten die Bombenanschläge vom 12. Oktober 2002 in Bali zum ersten Mal westliche Staatsangehörige zum Ziel. Bei den Anschlägen auf das Marriott-Hotel in Jakarta am 5. August 2003 und auf die australische Botschaft am 9. September 2004 waren abermals westliche Einrichtungen Ziel eines terroristischen Aktes. Am 1. Oktober 2005 kam es auf Bali erneut zu Anschlägen, denen mehrere Menschenleben zum Opfer fielen. Landesweit kann es auf Grund politischer, ethnischer, religiöser und sozialer Spannungen zu spontanen Demonstrationen und Protestkundgebungen kommen, welche auf Grund der Gefahr von gewaltsamen Ausschreitungen generell zu meiden wären. Reisen in und nach Indonesien werden daher bis auf weiteres mit einem Risiko verbunden bleiben. Generelle Vorsichtsmaßnahmen: Bei Reisen wird besondere Vorsicht und unauffälliges Verhalten in Ballungszentren, öffentlichen Plätzen, Märkten und generell bei Massenansammlungen dringend empfohlen. Reisende sollten daran denken, dass viele Teile Indonesiens - mit Ausnahme der populären Gebiete auf Sumatra, Java, Bali, Lombok und Sulawesi - isoliert sind. Moderne Transport- und Kommunikationsmittel stehen oft nur eingeschränkt bzw. gar nicht zur Verfügung und Distanzen von bis zu mehreren tausend Kilometern erschweren ein rasches Erreichen der Hauptstadt. Reisenden wird empfohlen, sich vor Ort über eine allfällige Änderung der Sicherheitslage in den einzelnen Landesteilen mittels TV und Radio zu informieren. Vorsicht ist bei der Verwendung von Kreditkarten angezeigt. In der jüngsten Vergangenheit mehren sich Betrugsfälle bei der Abrechnung der Belege. Es wird angeraten, Taxis nur von bekannten Firmen zu benutzen und vorzugsweise über Telefon zu bestellen. Im Stadtgebiet von Jakarta wären Taxis der Bluebird-Gruppe und Silverbird vorzuziehen.
Vorsicht: Falschspielerbanden versuchen vor allem auf Bali, Touristen dazu zu verleiten, sich auf verbotene Glückspiele einzulassen. Regelmäßig werden diese Touristen dabei um ihr Geld und ihre Habe gebrachtIn den Territorialgewässern von Indonesien gibt es vermehrt Fälle von Piraterie. Diese treten sowohl in den inneren Gewässern Indonesiens als auch in den Grenzgebieten zu Malaysien und den Philippinen auf. Skippern wird diesbezüglich äußerste Vorsicht angeraten. Der Besitz, der Gebrauch und die Einfuhr aller Arten von Drogen wird in Indonesien streng bestraft. Auf Vergehen selbst bei geringen Mengen stehen strenge Gefängnisstrafen bis hin zur Todesstrafe sowie hohe Geldbußen. Spezielle Sicherheitshinweise zu einzelnen Regionen: Jakarta: Aufgrund von Bombenanschlägen in der Vergangenheit sowie der Terroranschläge auf das Hotel Marriott am 5. August 2003 und auf die australische Botschaft am 9. September 2004 ist in Jakarta und Umgebung erhöhte Aufmerksamkeit angezeigt. Da weiterer Anschläge nicht ausgeschlossen werden können, sind unbeaufsichtigte Gepäckstücke, vor Wohngebäuden abgestellte unbekannte KFZ, etc. mit Vorsicht zu behandeln und größere Menschenansammlungen nach Möglichkeit zu meiden. In der Vergangenheit kam es auch zu Angriffen radikaler Gruppierungen auf Bars und Nachtklubs, bei denen mehrfach Ausländer verletzt wurden. Auch ist ein Ansteigen der Kriminalität in den Wohnbezirken Jakartas zu verzeichnen. Bis dato unbehelligte Ausländer werden nunmehr auch Opfer von Einbrüchen und Raubüberfällen. Bali und Lombok: Die Wiederholung von terroristischen Akten wie den Anschlägen vom 1. Oktober 2005 in Bali kann trotz erhöhter Sicherheitsvorkehrungen auch in Zukunft nicht völlig ausgeschlossen werden. Es wird daher generell zu erhöhter Wachsamkeit geraten. Orte mit größeren Menschenansammlungen sowie Orte mit symbolträchtigem Charakter wären wenn möglich zu meiden. Touristen, die in der Vergangenheit den Mount Rinjani in Lombok bestiegen, wurden wiederholt Opfer krimineller Aktivitäten. Es wird empfohlen, sich über die Situation bei lokalen Behörden zu erkundigen und registrierte Fremdenführer zu benutzen. Kalimantan (Insel Borneo): In Kalimantan ist es 2001 zu blutigen, ethnisch motivierten Zusammenstößen zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen gekommen. In Gebieten Zentral-, Süd- und Ostkalimantans besteht weiterhin ein Risiko gewaltsamer Auseinandersetzungen. In den Grenzgebieten Ostkalimantans zu Malaysien und den Philippinen, insb. auf abgelegenen Inseln, besteht ein Risiko von Entführungen durch die in den Süd-West Philippinen operierende Abu-Sayyaf-Gruppe.
Sulawesi:
In Zentralsulawesi besteht die Möglichkeit gewaltsamer Zusammenstösse zwischen Christen und Moslems. Aufgrund mehrerer Überfälle auf Busse im Gebiet um Poso/Zentralsulawesi, bei denen auch ausländische Touristen zu Schaden kamen, wird von Überlandfahrten in Zentralsulawesi abgeraten. Auch in Südsulawesi kommt es sporadisch zu ethnisch bzw. religiös motivierten gewaltsamen Zusammenstössen. In der Hauptstadt Südsulawesis, Makassar (Ujung Pandang), kam es im Dezember 2002 zu einem Bombenanschlag auf ein McDonalds Restaurant. Weitere Anschläge können nicht ausgeschlossen werden. Besondere Vorsicht und Rücksichtnahme auf religiöse Gefühle der Bevölkerung sind angezeigt. In Nordsulawesi, insb. auf den an die Philippinen angrenzenden Inseln, besteht ein Risiko von Entführungen durch die in den Süd-West Philippinen operierende Abu Sayyaf-Gruppe. Aceh: Wegen der noch immer unklaren Sicherheitslage wird trotz der Friedensvereinbarungen von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Aceh abgeraten, sofern sie nicht im Zuge von Wiederaufbaumaßnahmen und im Rahmen der "Aceh Monitoring Mission" erfolgen. Vor touristischen Reisen nach Aceh wird ausdrücklich gewarnt.West Papua (Irian Jaya): Für Reisen nach Irian Jaya (mit Ausnahme von Jayapura und Biak) werden von der lokalen Polizei ausgestellte Passierscheine (surat jalan) benötigt, die rechtzeitig zu beantragen sind. Häufig sind Proteste und gewalttätige Ausschreitungen festzustellenIn West-Papua ist eine Unabhängigkeitsbewegung aktiv, die in der Vergangenheit wiederholt Ausländer in abgelegenen Gebieten entführte. West Timor: In West Timor, insbesondere in Lagern im Grenzgebiet zu Osttimor, halten sich tausende Flüchtlinge auf. Nach wie vor sind Milizen im Gebiet Westtimors aktiv. Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einer hohen Sicherheitsgefährdung begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Reisende benötigen ein Visum, das vor Reiseantritt bei der für Österreich zuständigen Vertretungsbehörde des Landes beantragt werden muss. Weitere Informationen sind auf der Homepage der Indonesischen Botschaft in Wien abrufbar, auf welcher auch die unterschiedlichen Visakategorien bzw. die erforderlichen Unterlagen ersichtlich sind und Antragsformulare heruntergeladen werden können.
Ab 01. August 2005 besteht für österreichische Staatsbürger die Möglichkeit, das Visum auch bei der Einreise zu erhalten. Die Gütigkeitsdauer des „Visum on Arrival“ beträgt mindestens 7 und maximal 30 Tage, eine Verlängerung ist nur bedingt möglich (Naturkatastrophen, Unfall oder Krankheit). Österreichern, die beabsichtigen, sich länger als 30 Tage im Lande aufzuhalten, wird empfohlen, das Einreise-Visum weiterhin an der Indonesischen Botschaft in Wien zu beantragen.
Visa on Arrival werden ausschließlich auf folgenden Flug- und Seehäfen ausgestellt:
Flughafen Pollonia in Medan, Flughafen Sultan Syarief Kasim II in Pakanbaru, Flughafen Tabing in Padang, Flughafen Soekarno-Hatta in Jakarta, Flughafen Juanda in Surabaya, Fughafen Ngurah Rai in Bali, sowie Flughafen Sam Ratulangi in Manado.
Seehafen Sekupang, Batu Ampar, Nongsa, Marina Teluk Senimba und Batam Center in Batam, Seehafen Bandar Bintan Telani, Lagoi und Bandar Sri Udana Lobam in Tanjung Uban, Seehafen Sri Bintan Pura in Tanjung Pinang, Seehafen Belawan in Belawan, Seehafen Sibolga in Sibolga, Seehafen Yos Sudarso in Dumai, Seehafen Teluk Bayur in Padang, Seehafen Tanjung Priok in Jakarta, Seehafen Padang Bai und Benoa in Bali, Seehafen Jayapura in Jayapura, Seehafen Bitung in Bitung, Seehafen Tanjung Balai Karimun in Tanjung Balai Karimun, Seehafen Tanjung Mas in Semarang, Seehafen Tenau in Kupang, Seehafen Pare-pare in Pare-pare, Seehafen Soekarno Hatta in Makassar, sowie Seehafen Mauzmere in Nusa Tenggara Timur.
Der Reisepass muss bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein.
Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt. Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Auf die, vor allem in den Tropen, notwendige Vorsicht betreffend Trinkwasser, Nahrung und Körperhygiene wird hingewiesen.
Die für eine Reise notwendigen Vorkehrungen wären mit den auf Tropenmedizin spezialisierten Instituten abzuklären. Trotz der laufenden Modernisierung von Spitälern in Indonesien ist eine einheitliche qualitativ hochwertige medizinische Versorgung in weiten Teilen des Landes nicht sichergestellt. Der Abschluss einer entsprechenden Urlaubskrankenversicherung ist zu empfehlen, um auch die Kosten eventueller Ambulanzflüge nach Jakarta, Singapur oder Europa abzudecken. Auf passiven Schutz vor Insekten sollte in der Übergangsperiode von der Regen- zur Trockenzeit (Frühjahr, Frühsommer) besonderen Wert gelegt werden.
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz und Fährverbindungen, lokal Taxis (billig) und Busse. Auf Java (zum Teil in guter Qualität) und Sumatra auch Zugverbindungen.
Das Durchschnittsalter indonesischer Flugzeuge (insbesondere bei Billigfluglinien) ist hoch und die Wartung entspricht nicht immer internationalen Standards. Fährschiffe entsprechen meist nicht den erforderlichen Sicherheitsrichtlinien und Unfälle sind verhältnismäßig häufig. Busse sind meist mit zu hoher Geschwindigkeit auf den relativ schlechten Strassen unterwegs, sodass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. In den vergangenen Wochen kam es wegen des desolaten Schienennetzes und nicht funktionierender Signalanlagen zu mehreren schweren ZugunglückenDer Autoverkehr ist sehr dicht, Autobahnen existieren kaum. Von der Benutzung eines Mietwagens ohne Chauffeur ist generell abzuraten.
Achtung, in Indonesien Linksverkehr!