Letzte Aktualisierung: 26.05.2006
Informationen zur Vogelgrippe
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen.
Seit Ende 2004 kommt es immer wieder zu Sprengstoffanschlägen auf Einrichtungen (u.a. Märkte) in verschiedenen Städten des Landes. Die Anschläge erreichten im Mai 2005 mit drei aufeinanderfolgenden Bombenexplosionen auf zwei Supermärkte und ein Ausstellungszentrum in Rangun mit 23 Toten und zahlreichen Verletzen ein bis dahin ungekanntes Ausmaß. Obwohl diese Anschläge nicht spezifisch gegen Touristen gerichtet waren, ist trotzdem entsprechende Vorsicht geboten. Bei einem Anschlag im Oktober in der Innenstadt Ranguns entstand lediglich Sachschaden. Die Urheber aller Anschläge sind weiterhin unbekannt.
In einigen Teilen des Kayah-, Karen (Kayin) und des Shan States in den Grenzgebieten zu Thailand sind weiterhin Rebellenarmeen aktiv.
Weite Teile der Grenzzone zu Thailand und Bangladesch sind vermint; diese Gebiete sollten deshalb generell gemieden werden. Von Reisen in diese Grenzregionen und Gebiete mit starkem muslimischen Bevölkerungsanteil wie dem Rakhine-Staat an der Grenze zu Bangladesch sowie in Gebiete, die Schauplatz von Kampfhandlungen zwischen Regierungstruppen und Aufständischen sein können (Teile des Karen (Kayin), des Kahya und des Shan State), wird dringend abgeraten.
Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Situation haben auch in Myanmar die Eigentums- und Gewaltdelikte zugenommen, entsprechende Vorsicht ist daher angezeigt.
Myanmar ist ein überwiegend buddhistisches Land, religiöse Rituale und Zeremonien haben einen großen Einfluss auf das Alltagsleben. Das Verhalten und die Kleidung sind den lokalen Gepflogenheiten und religiösen Empfindsamkeiten anzupassen.
Frauen wird empfohlen, sich nach Einbruch der Dunkelheit nicht alleine in die Öffentlichkeit zu begeben. Dieser Verstoß gegen die guten Sitten kann Belästigungen zur Folge haben. Auf innermyanmarischen Flugrouten sollten Air Mandalay oder Air Bagan der Myanma Airways (nicht identisch mit Myanmar International Airways) aus Sicherheitsgründen vorgezogen werden, da letztere nur bedingt dem internationalen Standard entspricht.
Reisende benötigen ein Visum, das bei der für Österreich zuständigen Vertretungsbehörde des Landes (Zimmerstrasse 56,6. Etage, D-10117 Berlin-Mitte, Tel. 004930 20615710, Fax: 20649757) beantragt werden muss.
Ein Visum kann auch in Bangkok (Botschaft von Myanmar, 132 Sathorn Nua Road) beantragt werden, wobei es jedoch zu längeren Wartezeiten kommen kann. Bei der Einreise ist auf die Anbringung eines Einreisestempels unbedingt zu achten, da sonst bei der Ausreise hohe Strafen wegen illegaler Einreise verhängt werden.
Der Reisepass muss am Tag der tatsächlichen Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag erlaubt. Erworbene Kulturgüter/ Antiqitäten und nach Myanmar importierte Waren sowie Tabakwaren und Alkohol bedürfen einer Ausfuhrgenehmigung.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse, der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten und veralteten medizinischen Ausrüstung entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem westeuropäischen Standard. Das öffentliche Gesundheitswesen ist nur sehr eingeschränkt vorhanden.
Laut Berichten der Weltgesundheitsorganisation WHO ist in mehreren Ländern Süd-Ost Asiens die Vogelgrippe (Highly Pathogenic Avian Influenza) ausgebrochen. Eine Übertragung auf den Menschen ist selten. Den meisten Fällen ist ein direkter Kontakt mit erkrankten Tieren vorausgegangen. Vom Kontakt mit lebendem und totem Geflügel (ebenso Eiern) wird daher abgeraten. Der Virus tritt besonders stark in den Exkrementen von Vögeln auf. Nähere Informationen finden Sie unter www.who.int
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz, Eisenbahnen, Busverbindungen. Die Verkehrsmittel sind allerdings mit den europäischen nicht vergleichbar, es muss mit Verspätungen und anderen Schwierigkeiten gerechnet werden. Während der Monsunzeit (Mai bis Oktober) muss speziell im Süden des Landes und in den Küstengebieten mit Überschwemmungen gerechnet werden, die auch die Strassen- und Eisenbahnverbindungen unterbrechen können.
Seit 1998 sind vier Maschinen der staatlichen Fluggesellschaft "Myanmar Airways" (nicht zu verwechseln mit Myanmar Airways International) verunglückt. Auf Inlandsflügen werden daher die privaten Fluggesellschaften "Air Mandalay" und "Air Yangon" empfohlen.
Reisende erhalten keinerlei Fahrberechtigung, die Einfuhr von Fahrzeugen zu touristischen Zwecken ist nicht erlaubt. Mietautos sind für Touristen nicht erhältlich, es ist jedoch weit verbreitet, Autos inkl. Fahrer (Taxi) zu nutzen. Der schlechte Strassenzustand und das unvorhersehbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer bilden ein erhebliches Unfallrisiko, das bei Dunkelheit noch erhöht wird.
In den meisten Landesteilen (ausgenommen Rangun und Mandalay) ist das Versenden von E-mails im Regelfall nicht möglich.
Österreichische Staatsbürger können sich, als Bürger eines EU-Staates, in Notfällen an die Vertretungsbehörden anderer EU-Staaten wenden: vor Ort in Rangun (Yangon) die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, 9 Bogyoke Aung San Museum Road, Bahan Township, Rangoon (Yangon) 11201, Telefon (0095 1) 54 89 51, 54 89 52, 54 8953, Fax (0095 1) 54 88 99, Postanschrift: Embasssy of the Federal Republic of Germany, GPO Box 12, Rangoon (Yangon) 11181, Myanmar. Amtsbezirk: Myanmar. post@botschaftrangun.net.mm
Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.