Letzte Aktualisierung: 22.09.2006
Im Zuge jüngster politischer Entwicklungen in Thailand kam es zu einer Machtübernahme durch die Armee, wobei inzwischen das Kriegsrecht für das gesamte Land ausgesprochen wurde. Hinweise, die auf eine Beeinträchtigung von Reisen nach Thailand hindeuten, liegen allerdings derzeit nicht vor, und touristische Ziele dürften von den jüngsten Entwicklungen nicht beeinträchtigt sein; so verläuft etwa auch der Flugbetrieb gegenwärtig ungestört. Obwohl derzeit keine Gefährdung für Reisende gegeben scheint, werden diese um erhöhte Vorsicht ersucht. Es wird vor allem empfohlen, sich unbedingt von Menschenansammlungen und jeglichen politischen Manifestationen, die sich auch spontan an stark frequentierten Orten und Einkaufszentren entwicklen können, fernzuhalten und das Regierungsviertel in Bangkok zu meiden. Reisende sollten sich laufend über die letzten Entwicklungen vor Ort auch bezüglich möglicher Reisebehinderungen im Land informiert halten und im Hinblick auf ihre weitere Reiseplanung mit ihren Reiseveranstaltern Kontakt aufnehmen.
Weitere Informationen zur Vogelgrippe
Seit Anfang 2005 ist ein Ansteigen der Fälle von Dengue Fieber feststellbar. Das thailändische Gesundheitsministerium hat vor einer Epidemie gewarnt. Den besten Schutz bieten Insektenschutzmittel und lange Kleidung (vor allem in den Abendstunden). Bei hohem Fieber während oder nach einem Thailandaufenthalt wird geraten, den Arzt auf die Möglichkeit von Dengue Fieber hinzuweisen.
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen. (seit 04.02. 2004)
Seit Anfang 2004 kommt es im Süden Thailands regelmäßig zu Anschlägen radikaler muslimischer Gruppierungen. Diese sind in erster Linie gegen öffentliche Einrichtungen (Schulen, Verkehrsinfrastruktur wie Flughäfen und Eisenbahnen) und die Sicherheitskräfte gerichtet. Mittlerweile werden jedoch vermehrt auch unbeteiligte Zivilisten zu Opfern. Anschläge gegen touristische Reiseziele wurden von einzelnen Gruppen angedroht. In wiederholten Fällen kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen militanten Gruppen und Sicherheitskräften in deren Folge zahlreiche Todesopfer zu beklagen waren. Im Juli 2005 erklärte die thailändische Regierung den "besonderen Notstand" für die drei südthailändischen Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani.
Für Thailand muss daher von einer erhöhten Gefahr terroristischer Attentate ausgegangen werden. Die Sicherheitsmaßnahmen der thailändischen Regierung wurden im ganzen Land verstärkt. Weitere Anschläge, auch in den größeren Städten des Landes, können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Vor allem in den Touristenzentren wird daher besondere Vorsicht auf öffentlichen Plätzen, beim Besuch von Bars, Discos, Nachtclubs, Einkaufszentren, Märkten, Schulen und religiösen Heiligtümern dringend empfohlen. Dies gilt insbesondere auch für buddhistische Feiertage.
Bisher gab es in Thailand jedoch keine Anschläge, außer in den unter Notstandsrecht stehenden Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani sowie in der benachbarten Provinz Songhkla.
Von Reisen in und durch die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani an der Grenze zu Malaysia sowie die benachbarte Provinz Songhkla wird aufgrund der anhaltenden Unruhen dringend abgeraten.
In der Provinz Satun ist erhöhte Vorsicht geboten. Es wird empfohlen, sich vor und während der Reise in den Medien und bei den lokalen Behörden über die aktuelle Situation zu informieren.
Wenngleich Bangkok eine relativ sichere Stadt ist, kommen doch Gewaltverbrechen nicht selten vor. Entsprechende Vorsicht ist daher angezeigt. Hilflos auf der Straße liegende Opfer von Verkehrsunfällen werden häufig bestohlen oder ausgeraubt.
Auf die Ein- und Ausfuhr und den Besitz (auch kleinster Mengen) von Drogen sowie den Handel mit Drogen stehen strengste Strafen (lebenslange Haftstrafe bzw. Todesstrafe)! Drogenschmuggel in und aus Thailand wie auch der illegale Drogenkonsum werden mit hohen Gefängnisstrafen geahndet. Die Regierung hat angekündigt, dass die Todesstrafe nun auch bei Ausländern vollzogen wird und es bei Drogendelikten keine Aussicht auf Amnestie gibt.
In allen Grenzzonen sind noch einzelne Minenfelder vorhanden. Es wird daher empfohlen, sich an die häufig benutzten Straßen zu halten und sich im Zweifelsfall bei den lokalen Behörden zu informieren.
Im Nordwesten des Landes kommt es vereinzelt zu bewaffneten Grenzzwischenfällen zwischen Myanmar und Thailand, die die vorübergehende Schließung der Grenze nach sich ziehen können.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Reisende dürfen sich ohne Visum bis zu 30 Tage im Land aufhalten. Der Reisepass muss bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein. Fallweise müssen Reisende ihre Wiederausreise anhand eines Rückflugtickets oder eines Weiterreisetickets und ausreichende finanzielle Mittel für den Aufenthalt nachweisen können. Bei einem über 30 Tage geplanten Aufenthalt wird empfohlen, sich ein Visum bei einer thailändischen Vertretungsbehörde zu besorgen.
Nach Ablauf des Visums muss das Land unbedingt verlassen werden. Unseriöse Reisebüros bieten gegen Bezahlung die Beschaffung eines Einreisestempels (ohne dazwischen erfolgte Ausreise) an. Im Regelfall sind solche Stempel gefälscht und führen unweigerlich zur Festnahme bei der Ausreise wegen Urkundenfälschung, ein Delikt auf das hohe Geld- und sogar Gefängnisstrafen stehen.
Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 20.000.- Baht (500.000.- für Reisen ins benachbarte Ausland), die Mitnahme von Fremdwährung unbegrenzt erlaubt. Der Export von Antiquitäten, Kunstgegenständen und religiösen Gegenständen (mit Ausnahme von kleinen Buddhafiguren, die am Körper getragen werden) bedarf einer Exportgenehmigung.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Alle erforderlichen medizinischen Einrichtungen sind in Bangkok und anderen größeren Städten vorhanden. Zahlreiche Ärzte haben in Europa und Amerika studiert und sprechen daher Englisch (manche auch Deutsch). Die meisten Privatkrankenhäuser akzeptieren gängige Kreditkarten. Der HIV/AIDS Anteil ist unter den Prostituierten besonders hoch, Vorsichtsmaßnahmen werden daher dringend empfohlen.
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz, Eisenbahnen, Busverbindungen. Im Stadtgebiet von Bangkok sind nur Taxis mit der Aufschrift 'Taxi Meter', die über ein Taxameter (bestehen Sie darauf, dass dieser auch eingeschalten wird), verfügen, zu empfehlen. Massenverkehrsmittel, mit Ausnahme überfüllter- aber z. T. klimatisierter - Autobusse, ist für einige Gegenden Bangkoks der "Skytrain"; für jene Zonen, welche von den zwei Skytrain-Linien befahren werden, stellt er dank separatem Gleiskörper ein attraktives und schnelles, wenngleich nicht billiges Massenverkehrsmittel dar. Auch die im Jahr 2004 eröffnete U-Bahn entspricht westlichem Standard. Da die Zahl der Verkehrsunfälle in letzter Zeit beträchtlich zugenommen hat, wird vom Lenken und Anmieten von Kraftfahrzeugen und vor allem Motorrädern aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besonders Motorräder sind meist unterversichert und im Falle von Unfall oder Diebstahl ergibt sich für den Mieter ein hoher Selbstbehalt, der bis zur Höhe des Neuwerts reichen kann. Das Fehlen eines Verkehrskonzeptes und das rapide Anwachsen der Zahl der Autos bewirkt praktisch ständig Verkehrsstörungen in der Hauptstadt. Achtung, in Thailand herrscht Linksverkehr.
Der sowohl national als auch international operierenden Fluglinie "Phuket Air" wurden wegen Nichterfüllen der Sicherheitsauflagen sowohl in Großbritannien als auch in den Niederlanden die Landerechte entzogen.