Letzte Aktualisierung: 10.05.2006
Anlässlich des APEC-Gipfels wird für den Zeitraum 15.10. – 30.11.2006 eine Einreisesperre für Reisende, die über einen vietnamesischen Sichtvermerk der Kategorie D verfügen (Aufenthaltsdauer geringer als 15 Tage), gelten.
Vietnam gehört zu jenen Ländern, in denen seit Ausbruch der Vogelgrippe Ende 2003 eine relativ hohe Anzahl von Erkrankungen auch bei Menschen zu verzeichnen sind.
Weitere Informationen zur Vogelgrippe
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen.
Vietnam ist, abgesehen von der insbesondere in städtischen Ballungszentren (Saigon / Ho Chi Minh City, Nha Trang, Vung Tau, Haiphong, Danang und Hanoi) immer stärker um sich greifenden Kleinkriminalität und einem nicht zu unterschätzenden Gefahrenpotential, das der Straßenverkehr in sich birgt, als relativ sicheres Reiseland einzuschätzen.
Trotzdem wird vor dem Hintergrund der Terroranschläge in der Region (Bali und Philippinen) und der daraus resultierenden allgemein erhöhten Sicherheitsgefährdung in der gesamten südostasiatischen Region auf die erhöhte Gefahr von gezielt gegen touristische Einrichtungen (Bars, Diskotheken, Nachtclubs aber auch touristische Hotel- und Freizeitanlagen) gerichteten Terroranschlägen sowie Geiselnahmen (sowohl in Touristenzentren als auch in abgelegenen Gebieten) westlicher Touristen hingewiesen. Zu erhöhter Vorsicht bei Reisen in diese Region und vor allem in den Touristenzentren wird daher geraten.
Seit jüngster Zeit kommt es an der Westküste Vietnams, besonders im Golf von Thailand, wiederholt zu Fällen von Piraterie. In diesen Gewässern wird von Fahrten auf kleineren Schiffen, insbesondere von der Durchführung privat organisierter Segel- und Schiffsreisen, abgeraten.
Die vietnamesischen Behörden verhängen gelegentlich aus internen Sicherheitsüberlegungen Sperren über einzelne Regionen. Vor Reiseantritt in entlegene Gebiete wird empfohlen, sich bei Reisebüros oder lokalen Polizeibehörden über allfällige Beschränkungen zu erkundigen. Reisende sollten nur wenig Bargeld mit sich führen, Dokumente (insbesondere Flugticket und Reisepass) im Hotel-Safe versperren und dunkle und einsame Gegenden bei Nacht meiden. Auf die Fahrt mit Fahrrad-Rikschas sollte bei Dunkelheit gänzlich verzichtet werden. Handtaschendiebstähle stehen in Ho Chi Minh City und anderen Städten (in den Zentren, an Bahnhöfen, Busterminals und bei grossen Menschenansammlungen) an der Tagesordnung. Auch Einbruchsdelikte in Hotelzimmer in kleineren Hotels nahmen in letzter Zeit zu.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit hohem Sicherheitsrisiko begibt, muß sich der Gefährdung bewusst sein. Es wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese auch während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Reisende benötigen ein Visum, das bei der vietnamesischen Botschaft in Wien beantragt werden muss.
Im Zeitraum 15.10. – 30.11.2006 wird Touristen, die im Besitz eines vietnamesischen Sichtvermerkes der Kategorie D (Aufenthaltsdauer bis zu 15 Tagen) sind, aus Sicherheitsgründen die Einreise nach Vietnam verwehrt.
In bestimmten Fällen ist die Erteilung eines Visums auch an den Flughäfen und sonstigen Grenzübergangsstellen möglich. Dies ist insbesondere bei Vorhandensein einer schriftlichen Einladung, internationalen Gruppenreisen, Notfällen und technischen sowie medizinischen Hilfeleistungen der Fall.
Um Schwierigkeiten bei der Einreise zu vermeiden wird jedenfalls angeraten, vor Abreise mit der vietnamesischen Botschaft in Kontakt zu treten.
Für die Beantragung des Visums benötigen Sie:Antragsformular & 1 aktuelles PassphotoNachweis über Aufenthaltszweck undausreichende Geldmittel zur Bestreitung des Aufenthaltes.
Minderjährige unter 14 Jahren, die im Reisepass der Eltern eingetragen sind, benötigen kein eigenes Visum. Die Bearbeitung des Vsiumantrags kann längere Zeit in Anspruch nehmen, weshalb eine möglichst frühzeitige Antragstellung empfohlen wird.
Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Um unliebsame Überraschungen bei der Einreise nach Vietnam zu vermeiden, sollte noch in Österreich überprüft werden, ob die beantragte Gültigkeitsdauer und die Anzahl der gewünschten Einreisen auch tatsächlich im Visum eingetragen wurden.
Es wird empfohlen, die Gepäcksabschnitte auf dem Flugticket und am Fluggepäck bis zum Verlassen des Flughafens aufzubewahren, da beide beim Verlassen des Flughafens auf ihre Übereinstimmung hin überprüft werden (Absicherung gegen Diebstahl des Fluggepäcks!).
Ebenso muss die Kopie des Einreiseformulars unbedingt bis zur Ausreise aus Vietnam aufbewahrt werden. Sie gilt als Beleg, dass man legal nach Vietnam eingereist ist und gibt u. U. Aufschluss über allenfalls eingeführte Devisen etc. Bei der Einreise sollte außerdem eine Kopie des szt. Visumantrages inkl. Foto mitgeführt werden, da diese (trotz eingeklebtem Visum) fallweise verlangt wird.
Die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag erlaubt. Der Verbrauch der Fremdwährung ist unter Umständen nachzuweisen. Kulturgüter, bestimmte Tier- und Pflanzenarten unterliegen Ausfuhrbeschränkungen bzw. -verboten.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Aufgrund der mangelhaften hygienischen Verhältnisse und Defiziten bei der Ausbildung des medizinischen Personals entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Ambulanzen internationaler Hilfsorganisationen sind in Hanoi und Ho Chi Minh City zu finden. Der Abschluß einer Kranken-Rückholversicherung wird dringend empfohlen. AIDS/HIV wird in stark steigendem Masse ein Problem, das sich durch Prostitution und Promiskuität rasant ausbreitet.